Management und Kooperation in der Radiologie
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Stellungnahme zur BDR-Mitteilung „Kontrastmittelbezug in der Radiologie“*

(*veröffentlicht in Der Radiologe Nr. 8, 2014, S. 820f.)

Wir begrüßen den o. g. Artikel und die damit verbundene Initiative des BDR, gegen illegale Vertriebsmodelle von Pharmagroßhändlern vorzugehen. Allerdings könnte man aus einigen Schlüsselbegriffen in dem Artikel und in der abgedruckten Zusammenfassung von Rechtsgutachten vermuten, dass auch Curagita bzw. das Radiologienetz gemeint sein könnten. Daher nehmen wir zu den geäußerten Vorwürfen Stellung und verwahren uns gegen den Versuch, Curagita und die Radiologen, die mit uns zusammenarbeiten zu kriminalisieren.

Curagita sind die Gutachten von dritter Seite zugänglich gemacht worden. Aus den Gutachten geht nicht hervor, wer Auftraggeber der Gutachten ist. Es bleibt auch unklar, welche konkreten Verträge Gegenstand der Begutachtung waren. Es ist zudem festzuhalten, dass  weder der BDR noch der ungenannte anonyme Auftraggeber der Gutachten des Rechtsanwalts Dr. Stöckel noch dieser selbst das Gespräch mit Curagita über den Sachverhalt oder die Ergebnisse gesucht hat. Wir halten es für unseriös, den Vorwurf rechtswidrigen Verhaltens pauschal zu erheben und zu verbreiten ohne den Sachverhalt zuvor sorgfältig zu ermitteln und insbesondere auch ohne den Auftraggeber des Rechtsgutachtens offenzulegen.
Die Einkaufskooperation der Curagita ist inhaltlich völlig anders ausgestaltet als das "Vertriebsmodell", das Herr Stöckel in seinen Gutachten beschreibt und das Grundlage seiner rechtlichen Bewertung ist. Schon deshalb treffen die Rechtsausführungen des Herrn Stöckel auf Curagita nicht zu. Wir nehmen die in den Gutachten erhobenen unberechtigten Vorwürfe dennoch sehr ernst, denn die Gutachten sind offenbar darauf ausgerichtet, Radiologen, die mit uns zusammenarbeiten zu verunsichern. Es ist seit jeher ein zentrales Anliegen von Curagita, sicherzustellen, dass unsere Zusammenarbeit mit niedergelassenen Radiologen in jeder Hinsicht rechtskonform ausgestaltet ist und die Ärzte keinen rechtlichen Risiken ausgesetzt sind. Wir bemühen uns daher – anders als unsere Wettbewerber – stets um größtmögliche Transparenz und haben unsere Verträge wiederholt rechtlich überprüfen lassen und den Krankenkassen offengelegt. Es hat bislang keine Beanstandungen gegeben.

Die Gutachten von Herrn Stöckel waren für uns Anlass, unsere Einkaufskooperation erneut einer rechtlichen Prüfung durch eine renommierte Anwaltskanzlei zu unterziehen. Die Kanzlei kommt zu dem Ergebnis, dass sich die von Curagita angebotene Kooperation in allen entscheidenden Punkten von dem Sachverhalt unterscheidet, den Herr Stöckel seinen Gutachten zugrunde gelegt hat und dass die behaupteten Rechtsverstöße auf Curagita nicht zutreffen.

Heidelberg, den 24. September 2014

Dr. Johannes Schmidt-Tophoff                                Dr. Michael Kreft


© Curagita AG, Haus der Radiologie, Ringstr. 19 B, 69115 Heidelberg.